Anleitung für Maschine, Handwäsche und Trocknen
Aktualisiert. August 2026
Gardinen werden zwei- bis viermal im Jahr gewaschen, im Schonwaschgang bei 30 Grad, mit Feinwaschmittel und ohne Trockner. Wer sie danach feucht wieder aufhängt, spart sich in den meisten Fällen sogar das Bügeln. Die wichtigsten Regeln in Kürze:
- Häufigkeit: zwei- bis viermal im Jahr, in Küche und Raucherhaushalt öfter.
- Programm: Schon- oder Wollwaschgang bei 30 Grad, wenig oder gar nicht schleudern.
- Waschmittel: Feinwaschmittel oder Gardinenwaschmittel, kein Weichspüler.
- Trocknen: nicht in den Trockner, sondern feucht aufhängen.
- Vorher: Haken und Röllchen abnehmen oder im Wäschenetz schützen.
Wie oft sollten Gardinen gewaschen werden?
Zwei- bis viermal im Jahr reicht für die meisten Haushalte. Gardinen ziehen Staub, Pollen und Feuchtigkeit aus der Raumluft und legen mit der Zeit einen Grauschleier an, der sich anfangs kaum zeigt und irgendwann nicht mehr vollständig herausgeht.
- Standardfall: zwei- bis viermal pro Jahr.
- Küche und Raucherhaushalt: häufiger, weil sich Fett und Geruch stärker festsetzen.
- Zwischendurch: die Gardine ausschütteln oder mit der Polsterdüse auf niedriger Stufe absaugen – das entfernt losen Staub, bevor er sich zum Schleier verbindet, und verlängert die Abstände.
Was bedeuten die Waschsymbole auf dem Pflegeetikett?
Das Pflegeetikett entscheidet, wie die Gardine gewaschen werden darf – es wird vor allem anderen geprüft. Der Waschbottich mit einer Zahl nennt die höchste erlaubte Temperatur, ein Bottich mit Hand steht für reine Handwäsche, ein durchgestrichener Bottich für die chemische Reinigung. Fehlt das Etikett, gilt der vorsichtige Weg: 30 Grad, Schonprogramm, kein oder nur schwaches Schleudern.
Diese Symbole kommen bei Gardinen am häufigsten vor:
Prüfen Sie vor dem Waschen das Pflegeetikett Ihrer Gardine. Diese Symbole kommen bei Gardinen am häufigsten vor:
Waschen
Standard für die meisten Gardinen.
Wenig Mechanik, für empfindlichere Stoffe.
Nur von Hand waschen, nicht in die Maschine.
Nicht in Wasser – in die chemische Reinigung.
Trocknen
Gilt für fast alle Gardinen – feucht aufhängen.
Faltenarm aufhängen, nicht scharf knicken.
Bügeln
Niedrige Stufe, z. B. für Synthetik.
Mittlere Stufe, z. B. für Baumwolle.
Stattdessen feucht aufhängen.
Bleichen & chemische Reinigung
Kein Vollwaschmittel mit Bleiche verwenden.
Für die Reinigung in der Textilpflege geeignet.
Nicht chemisch reinigen lassen.
Wie bereitet man Gardinen fürs Waschen vor?
Vor dem Waschen werden alle harten Teile entfernt und der lose Staub ausgeschüttelt. In vier Schritten:
- Metallhaken, Ösen und Beschwerungen abnehmen – sie können in der Trommel rosten oder Laufmaschen verursachen.
- Fest vernähte Kunststoff-Röllchen und -haken mit einem übergezogenen Perlonstrumpf oder im Wäschenetz schützen, damit sie nicht abbrechen.
- Die Gardine gut ausschütteln, damit grober Staub nicht in die Waschlauge gelangt.
- Große oder mehrere Gardinen ins Wäschenetz geben und die Maschine nur zu etwa einem Drittel füllen.
Gardinenstoff ist leicht und saugt sich voll – in einer überladenen Trommel wird er nicht sauber und knittert stärker. Lieber zwei Durchgänge als eine vollgestopfte Maschine. Ersatz für beschädigte Haken, Röllchen oder ein neues Gardinenband finden Sie im Gardinenzubehör.
Welches Waschprogramm und welches Waschmittel eignen sich?
Schonwaschgang oder Wollprogramm bei 30 Grad sind die sichere Wahl – viel Wasser, wenig Mechanik, niedrige Schleuderzahl. Beim Waschmittel entscheidet die Wahl über Grauschleier und Vergilben.
Programm
- Schon- oder Wollwaschgang bei 30 Grad.
- Feste Baumwolle verträgt oft 40 Grad – nur wenn das Pflegeetikett es zulässt.
- Niedrige Schleuderzahl oder Schleudern ganz abschalten: scharfes Schleudern presst tiefe Falten ein.
Waschmittel
- Feinwaschmittel oder spezielles Gardinenwaschmittel, viele davon mit optischem Aufheller gegen den Grauschleier.
- Kein Vollwaschmittel mit Bleiche – ungeeignet für farbige und empfindliche Stoffe.
- Kein Weichspüler: Er legt sich als Film auf das Gewebe und lässt weiße Gardinen mit der Zeit vergilben.
Wie wäscht man Gardinen von Hand?
Empfindliche und sehr feine Gardinen wäscht man von Hand in der Badewanne oder einem großen Bottich. Das gilt für zarte Stoffe wie Organza, für Spitzen- und Ausbrenner-Gardinen sowie für alles, was das Pflegeetikett der Handwäsche vorbehält.
- Die Wanne mit lauwarmem Wasser bis maximal 30 Grad füllen und ein Feinwaschmittel darin auflösen.
- Die Gardine hineinlegen und einige Minuten einweichen lassen.
- Den Stoff nur sanft durch das Wasser bewegen – nicht reiben, nicht kneten, nicht auswringen.
- Mehrfach mit klarem Wasser spülen, bis keine Seife mehr austritt.
- Das Wasser ablaufen lassen und die Gardine nur leicht ausdrücken.
Worauf kommt es je nach Material an?
Das Material bestimmt Temperatur und Waschart. Ein kurzer Blick auf den Stoff verhindert eingelaufene oder verzogene Gardinen. Robuste Baumwollgardinen vertragen mehr als empfindliche Dekostoffe:
|
Material |
Empfehlung |
|---|---|
|
Baumwolle |
Robust, oft bis 40 °C – im Zweifel 30 Grad und wenig schleudern, sonst kann sie einlaufen. |
|
Polyester / Synthetik |
Pflegeleicht, trocknet schnell, knittert kaum – trotzdem kühl waschen. |
|
Samt, schwere und Verdunkelungsstoffe |
Handwäsche oder chemische Reinigung; in der Maschine verlieren sie leicht die Form. |
|
Organza, Spitze, Ausbrenner |
Nur Handwäsche, sehr schonend. |
Wer unsicher ist, ob ein Stoff maschinenfest ist, wählt die schonendere Variante – das ist günstiger als eine ruinierte Gardine.
Wie trocknet man Gardinen knitterfrei?
Gardinen gehören nicht in den Trockner, sondern werden feucht aufgehängt. Die Hitze im Trockner lässt viele Stoffe einlaufen und presst Falten ein.
- Die Gardine direkt nach dem Waschen noch nass oder leicht feucht an die Stange oder Schiene hängen.
- Durch das Eigengewicht zieht sich das Gewebe glatt – oft so gründlich, dass das Bügeln entfällt.
- Zum Zwischentrocknen faltenarm über die Leine hängen, nicht scharf knicken.
- Regelmäßig lüften, damit kein muffiger Geruch entsteht.
- Direkte Heizungswärme und pralle Sonne meiden – beides strapaziert Stoff und Farben.
Muss man Gardinen bügeln oder geht es ohne?
In den meisten Fällen lässt sich das Bügeln vermeiden, wenn die Gardine feucht aufgehängt wird – das Gewebe glättet sich beim Trocknen von selbst. Wird doch gebügelt, kommt es auf Temperatur und Technik an:
- Bügelfeucht arbeiten und die Temperatur laut Pflegeetikett wählen – Synthetik niedrig, Baumwolle höher.
- Von der Rückseite und in Längsrichtung bügeln.
- Bei glänzenden oder dunklen Stoffen ein dünnes Bügeltuch dazwischenlegen, damit keine Druckstellen entstehen.
- Direkt nach dem Bügeln aufhängen, solange der Stoff noch etwas Restwärme hat.
- Sehr große Gardinen an der aufgehängten Stange mit einer Dampfbürste glätten – oft praktischer als das Bügelbrett.
Hat eine Gardine ausgedient, finden Sie Ersatz bei den Gardinen nach Maß oder den Fertiggardinen.
